Zwei gleichberechtigte und souveräne Staaten in Zypern
Die türkischen Zyprioten werden niemals ihre Rechte aufgeben - Türkische Zyprioten suchen die Solidarität der zeitgenössischen Welt
Auf der Mittelmeerinsel Zypern leben zwei unterschiedliche Nationalitäten: die türkischen Zyprioten und die griechischen Zyprioten. Diese zwei Gruppen sind von unterschiedlicher ethnischer Abstammung, Religion und Sprachfamilie. Das türkisch- zypriotische Volk lebt im nördlichen Teil Zyperns unter dem Dach ihres legitimen Staates, der Türkischen Republik Nordzypern, die im Jahre 1983 gegründet wurde. Die griechischen Zyprioten leben im südlichen Teil Zyperns unter dem widerrechtlich angeeigneten Titel der "Republik Zypern". 1960 übertrug die britische Kolonialherrschaft die Souveränität und die Verwaltung Zyperns auf beide der die Insel besitzenden Gruppen auf gleichberechtigter Basis. Die zwei Völker unterzeichneten internationale Vereinbarungen zusammen mit den drei Garantiestaaten für Zypern, Großbritannien, Türkei und Griechenland. Drei Jahre später, mit dem schon lange existierenden Ziel der Hellenisierung der Insel und der Vereinigung mit Griechenland (d.h. ENOSIS), inszenierten die griechischen Zyprioten mit der Unterstützung Griechenlands brutale Attacken auf die türkischen Zyprioten; sie töteten und verwundeten sie, vertrieben sie aus ihren Häusern, brachten sie um ihr Einkommen und strichen sie aus allen Staatsorganen. Elf Jahre lang mußten die türkischen Zyprioten alle Arten der Verletzungen der Menschenrechte ertragen und konnten nur mit Hilfe türkischer Unterstützung überleben. Als ein Ergebnis des letzten Versuchs, ENOSIS zu erreichen, führte 1974 die Junta in Athen einen Coup d´ Etat in Zypern durch, der endlich die Türkei veranlaßte, ihre durch die internationalen Vereinbarungen verliehenen Rechte zur Intervention in die Tat umzusetzen und das türkisch-zypriotische Volk zu retten. Seit dieser Zeit leben die zwei Völker in Frieden und Frieden innerhalb ihrer eigenen Territorien. Von der UN angeregte Gespräche, die das Ziel hatten, eine gerechte und anhaltende Vereinbarung zu finden, endeten mit keinerlei Fortschritt wegen der unnachgiebigen Haltung der griechisch-zypriotischen Verwaltung, die durch die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft verstärkt wurde. Der negative Einfluß der EU versetzt den Bestrebungen der UN den endgültigen Schlag und bringen die Verhandlungen zum Scheitern. Tatsächlich ist aber der einseitige Antrag der griechisch-zypriotischen Verwaltung auf EU-Mitgliedschaft illegal, da sie den widerrechtlich angeeigneten Titel der (1963) zusammengebrochenen zypriotischen Regierung benützt und da die augenblickliche griechisch-zypriotische Regierung nur den südlichen und nicht den nördlichen Teil der Insel repräsentiert. Die EU-Mitgliedschaft sollte eintreten, nachdem ein gerechte und anhaltende Lösung in Zypern gefunden wurde. Jedoch ist es bedrückend zu sehen, daß Großbritannien - trotz des Status als Garantiemacht - die Augen gegenüber der Wahrheit verschließt und so dem illegalen Antrag seinen Lauf läßt. Das türkisch-zypriotische Volk kann eine "neue Partnerschaft" mit den griechischen Zyprioten erreichen, wenn eine frei verhandelte und für beide Seiten tragbare Lösung gefunden wird, die auf der politischen Gleichberechtigung der zwei Völker basiert. Das türkisch-zypriotische Volk wird niemals eine Vereinbarung akzeptieren, die die Zustände von vor 1974 zurückbringt, die die Türkei als Garantiemacht ausschließt und die Abschaffung der Türkischen Republik Nordzypern verlangt. Die oben genannten Tatsachen sind Voraussetzungen für eine gerechte und anhaltende Regelung für eine glückliche Zukunft Zyperns und zur Stabilität im Gebiet des östlichen Mittelmeeres.